Notfallrettung bei Großschadenslage

Sanitätstrupp

Bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) kommt der Regelrettungsdienst schnell an seine Grenzen. um möglichst viele Verletzte in kurzer Zeit behandeln zu können, gibt es die Einheit Sanitätsdienst.

Aufgabe des Sanitätsgruppe ist die Erstversorgung von Verletzten oder Erkrankten nach einem Schadensereignis, die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen und der Transport der Betroffenen in geeignete Krankenhäuser.

Dazu verfügt die Einsatzeinheit des ASB über einen Gerätewagen Sanitätsdienst (GWSan 25) des Landes NRW. Dieses rund EUR 90.000,- teure und 160 PS starke allradgetriebene Fahrzeug verfügt z.B. über 10 Notfallrucksäcke, Defibrillator, Überwachungsgeräte für Herzschlag & Sauerstoffsättigung im Blut, Verbandmittel und Materialien zur Ruhigstellung von Brüchen (Schienen, Spine-Boards, Vakummatratze). Die technische Ausstattung umfasst u.a. ein aufblasbares Zelt, ein Notstromgerät, Beleuchtungmöglichkeiten für das Zelt und zur Ausleuchtung der Einsatzstelle.Ein Einsatzgebiet des GWSan mit der Sanitätsgruppe und weiteren Anteilen der Einsatzeinheit ist der Behandlungsplatz der Stadt Mönchengladbach. Bei sehr großen überörtlichen Schadensereignissen kann der Behandlungsplatz zur Versorgung von 100 Verletzten durch betroffene Kommunen bei der Stadt Mönchengladbach angefordert werden. Beteiligt sind an diesem Behandlungsplatz alle landesweit anerkannten Hilfsorganisationen und Einheiten der (Freiwilligen) Feuerwehr. Weiterhin ist die Sanitätsgruppe im ersten Alarm der Sondereinsatzgruppe Rettungsdienst vorgesehen.

Weiterhin gehören zur Sanitätsgruppe ein Krankenwagen zum Transport von vier liegenden Patienten (KTW4) und ein Rettungswagen.

Der KTW4 ist ein Fahrzeug des Bundes aus dem Bereich Zivilschutz. Er wurde in der Ausstattung u.a. um einen EKG/Defibrillator, einem Gerät zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Blutes, einem Rettungskorsett (KED-System) sowie durch diverses Verbrauchsmaterial ergänzt.